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minifon Bandgeräte
minifon attaché
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1960 brachte die Protona GmbH
ein völlig neues Tonaufnahmegerät, das minifon attaché, auf den Markt.
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minifon attaché 1
Das minifon attaché
war eines der ersten Kassetten-Tonband-Geräte.
Es war nun, wie auch der Name
attaché nahe legt, deutlich als kleinstes Diktiergerät entwickelt.
Es hatte
vergleichbare Abmessungen wie das P55.
Das minifon attaché verbindet das
Rocktaschenformat der minifon Drahttongeräte mit der Tonband- und der
Transistor-Technik.
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minifon attaché 2
Neu ist auch hier
wie beim minifon special die Mehrpol-Buchse links.
Die Stromversorgungs- und
Schalterbuchse ist auf die rechte Seite und das Einstellrad in die Mitte nach
unten gewandert.
Die ersten bespielten Compact-Cassetten wurden 1965
angeboten.
Die minifon attaché–Kassetten waren seit Ende 1959, also rund 5 Jahre
früher, zu kaufen.
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Vergleich der Kasseten 1
Minifon-Kassette und Compact-Cassette sind
einschließlich der Spindel-Öffnungen fast deckungsgleich!
Identisch ist
ebenfalls die Bandgeschwindigkeit von 4,25cm/s.
Die wesentlichen Unterschiede
sind:
Die Tonbandbreite von 6,35mm und das einseitig offen laufende Band.
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Vergleich der Kassetten 2
Da sowohl die Tonköpfe als auch die Bandführung Teil
des sehr aufwendig gestalteten (minifon-)Gerätes selber sind,
fallen Material
und Fertigungstoleranzen der Kassette wesentlich weniger ins Gewicht.
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minifon attaché 3
Tonbandmaterial wie
bei Heimtonbandgeräten mit einer Breite von 6,35mm.
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minifon attaché 4
Die Kassetten mit
einer sehr aufwändig gestalteten Bandführung enthalten das gleiche
Tonbandmaterial wie Heimtonbandgeräte mit einer Breite von 6,35cm,
wurden jedoch
mit einer Bandgeschwindigkeit von 4,25cm/s betrieben.
Kein Vergleich mit der
später so erfolgreichen von Philips entwickelten „Compact-Cassette",
deren Band
3,81mm breit ist und sich mit einer Geschwindigkeit von 4,25cm/s bewegt.
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minifon attaché 5
Anstelle von
„Schaltfolie“, wie sie für Tonbandmaschinen allgemein verwendet wurde, ist auf
das Band der attaché Kassette Leitsilber aufgetragen.
Es sind immer wieder diese Details, die das minfon Sammeln so interessant machen.
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minifon attaché 6
Die sehr wichtige
Bandführung direkt an den Tonköpfen sowie der Bandandruck befanden sich nicht
wie bei der Compact-Cassette in der Kassette,
sondern waren Bestandteil des
attaché-Gerätes.
Die attaché „Schnellwechsel-Kassette" gab es mit 2 mal
6min, 2 mal 15min und 2 mal 30min Spieldauer.
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minifon attaché 10
Für
unterschiedliche Verwendungszwecke gab es speziell abgestimmtes Bandmaterial in
durch Aufdruck und farblich gekennzeichneten Kassetten.
minifon attaché 7
Dieses ist der
zum minifon attaché gehöringe Tischlautsprecher.
Wie alle anderen
Tischlautsprecher auch vereinte er drei Funktionen:
Telefon-Aufnahme,
Mikrofon-Aufnahme und Lautsprecher-Wiedergabe, die mit einem Schalter ausgewählt
werden konnten.
Die Telefon-Aufnahmemöglichkeit besaß das unten folgende Modell
im „Rasierapparate“-Design nicht.
minifon attaché 8
Für die Verwendung als Diktiergerät gab es dieses
besonders geeignete Mikrofon,
das auch einen Lautsprecher sowie einen
Schnellstoppschalter und ein rotes Signallicht für die Aufnahmebereitschaft
enthielt.
Diese
„Lautsprecher-Mikrofon-Combi“ war bestens für den
Gebrauch des attaché als Diktiergerät geeignet.
Nür diese Nutzung des attaché
sprachen auch die sehr schnelle Rückspulung,
das dreistellige Bandzählwerk und
die Möglichkeit des schnellen Löschens während des Rückspulens.
Komfortabel
ist auch besonders das Mithören des besprochenen Bandes beim schnellen Vorlauf.
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minifon attaché 9
Dieses Bild ist
sehr aufschlussreich, zeigt es doch die Auftragsannahme nach Geschäftsschluss
durch Bestellung per Telefon und einen Anrufbeantworter.
Einen großen Anteil
an der Verbreitung dieses neuen Bürogerätes hatten die minifon attachés.
Nicht
zuletzt deshalb wurden originale attaché-Geräte unter dem Namen Telefunken
verkauft!
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minifon attaché 12
Hannover Messe 1961 im 2. Produktionsjahr des attaché.
Es ist vorbei mit der „Heimlichtuerei“, zumindest zum Teil, das
Drahttongerät minifon special gab es ja immer noch.
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minifon attaché 13
Auch nach der
Garantiezeit taten noch viele attaché lange ihre Arbeit.
Oft sind selbst optisch
sehr angegriffene attaché-Geräte mit neuen Antriebsriemen oder Gummirollen ins
Leben zurückzuholen.
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minifon attaché 14
Auf einen „Bürojob“ weisen auch sauber in Ordern
abgeheftete schriftliche Unterlagen hin.
minifon hi-fi
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minifon hi-fi 1
Ab 1960 gab es auch das minifon hi-fi, das
parallel zum „normalen" attaché für besonders hochwertige Aufnahmen entwickelt
und angeboten wurde.
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Schon äußerlich unterscheidet sich das minifon hi-fi
durch seine goldene Farbe von dem normalen attaché.
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minifon hi-fi 2
Die gleiche goldene
Farbe schmückt auch das speziell dafür angebotene hi-fi
„Hochleistungs-Breitband-Mikrofon“ .
Ähnlichkeiten mit dem in den 50er – 70er Jahren
überragenden Mikrofon Sennheiser MD21 sind nicht zufällig.
Während das
Sennheiser MD21 in seinem typischen grauen Hammerschlaglack bekannt war und
viele Jahre in großer Stückzahl bei Rundfunk und Fernsehen eingesetzt wurde,
trug das minifon „Breitbandmikrofon“ die gleiche edle goldene Farbe wie auch das
„Top-Modell“ der attaché–Serie, das minifon hi-fi.
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minifon hi-fi 3
Bis auf das fehlende Rückstellrad, zu erkennen an dem
weißen Verschluss der Gehäuseöffnung, und der goldenen Farbe, ist äußerlich
alles beim Alten.
Das minifon hi-fi wurde auf der Basis speziell
selektierter attaché Laufwerke entwickelt.
Um alle möglichen Ursachen der
Beeinflussung des Gleichlaufes auszuschließen, verzichtete man auf das
Bandzählwerk.
Die Aufnahme- und Wiedergabe-Elektronik wurde modifiziert und auf
ein bestimmtes Bandmaterial abgestimmt.
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minifon hi-fi 4
Das Ergebnis ist beeindruckend! Protona gibt einen
Frequenzgang bis 12000Hz an.
Gleichlaufschwankungen sind hörbar, aber heute
aufgrund deformierter Reibräder bzw. Andruckrollen durch lange Standzeit nicht
zu hoch zu bewerten.
Hinzu kommt, dass das hi-fi, um seine Klangqualitäten
zeigen zu können, an einen externen Wiedergabeverstärker und Lautsprecher,
damals meist an ein Röhrenradio, angeschlossen werden musste.
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minifon hi-fi 5
Gut aufeinander abgestimmt und im „Partnerlook“: Das
minifon hi-fi und das Hochleistungs-Breitband-Mikrofon.
Auch dieses Mikrofon
wurde zusammen mit dem renommierten Mikrofonhersteller Sennheiser entwickelt.
Unter dem Namen Sennheiser wurde es viele Jahre in großer Stückzahl auch im
Rundfunk und Fernsehen eingesetzt.
Zubehör für minifon hi-fi
100 Standard-Mikrofon, Kristallsystem, mit dem man, wenn auch nur leise,
wiedergeben konnte.
122
Hochleistungs-Breitband-Mikrofon
307 Standard Lautsprecher-Mikrofon Combi
118 Spezial Flugzeug-Mikrofon
105 Armbanduhr-Mikrofon
119
Krawattenmikrofon
106 Kehlkopfmikrofon
111 Telefonadapter
116
Telerecord
108, 109, 110 126 diverse Aufnahme- und Wiedergabe- und
Verbindungs -kabel
133 Taschenschalter
101 Stethoset
115 Einohrhörer
304 Tischlautsprecher
323 Radio-combi rc
112 Fuß-Schalter
127
Handschalter
501 Bereitschaftstaschen
502 Tasche Stethoset
517
Schulterhalfter
503 minifon-Koffer
313 Netzanschlussgerät
514a, 514
Autoanschlusskabel
805 mini-accu
134 Versandhülle
minifon hi-fi 2,4
Dieses ist ein recht seltenes
minifon hi-fi 2,4, gedacht für sehr spezielle Einsatzzwecke,
wie Datenerfassung,
Überwachungsfunktionen, Langzeitaufzeichnung, u. v. mir nicht bekanntes mehr.
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minifon hi-fi 2,4 .1
Aus der Modellbezeichnung ist erkennbar, dass es sich
hierbei um ein Kassetten-Gerät mit einer Bandgeschwindigkeit von nur 2,4cm/s auf
der Basis eines minifon hi-fi handelt.
Anders als bei dem minifon hi-fi in
goldener Lackierung ist das Gehäuse der minifon hi-fi 2,4 wieder im Standard
Hammerschlag beige lackiert.
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minifon hi-fi 2,4 .2
Mit einer
Bandgeschwindigkeit von 2,4cm/s waren auf einer 2 x 30min-Kassette eine maximale
Aufnahmedauer von 2 x 60min möglich.
Bei einer derart geringen
Bandgeschwindigkeit ist naturgemäß keine sehr hohe Tonqualität zu erwarten.
Das
Einsatzgebiet des 2,4ers ist eher die Erfassung und Dokumentation z.B. von
Sitzungsmitschnitten.
minifon (Telefunken) office
Ein letztes und trauriges Kapitel.
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Ein
faszinierendes Konzept:
Die winzigkleine Firma Protona minifon
->
entwickelt die weltweit kleinsten Magnettonaufzeichnungsgeräte,
-> setzt als
erster Hersteller Transistoren ein,
-> entwickelt eine
„Schnellwechsel-Kassette“,
-> verbindet durch diese Kassette das kleine,
mobile attaché-Gerät mit dem stationären minifon office,
-> plant ein
mehrkanaliges automatisches Diktatsystem auf der Basis eines Anrufbeantworters .
. .
. . .doch dazu wird es nicht mehr kommen.
Telefunken übernimmt,
minifon stirbt.
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minifon office 1
Die letzte
Geräte-Entwicklung auf der Basis des minifon attaché war das Diktiersystem
minifon office.
Der kleine „Bruder“ des minifon office war das minifon
attaché.
Als mobiles kleines Bandaufzeichnungsgerät „trug“ es seinem größeren
Bruder, dem minifon office, alles Nötige und Wichtige zu,
mit dessen Hilfe im
Büro effizient weitergearbeitet werden konnte!
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Es wurde unter dem
Telefunken-Logo mit vollständiger Bezeichnung „minifon office“ vertrieben.
Ein
von Telefunken selbst entwickeltes Diktiersystem arbeitete mit einer
Magnetplatte, in der Regel stationär, mit schlechterer Tonqualität und ungleich
kürzerer Aufnahmedauer,
so dass mit dem minifon office System die Marktpalette
von Telefunken wesentlich erweitert wurde.
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minifon office 2
Dieses Bild zeigt die
einzigen Steckbuchsen am minifon office, eindeutig zuzuordnen und
bedienungssicher.
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minifon office 3
Dieses ist das letzte mir bekannte Modell eines „Fußschalters“ eines minifon
office Diktatsystems.
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minifon office 4
Der Aufdruck sagt es,
dieses Zusatzgerät zum office Diktat System konnte z.B. eingesetzt werden,
um
fernmündlich Diktate oder Anweisungen dem Büro oder einer Zeitungsredaktion
zukommen zu lassen.
Auch für diesen Einsatz gibt es zum Teil recht interessante
alte attaché-Aufnahmen!
Die office-Geräte machen
den Eindruck, als seien sie für „die Ewigkeit“ gebaut:
Auffällig ist das enorme
Gewicht, wenn man ein office-Gerät anhebt. Dann fällt das massive und steife
Vollmetallgehäuse auf.
Ich bin mir sicher, dass, wenn die Geräte keine
wesentlichen Fehlfunktionen hatten, (meine funktionieren immer noch
einwandfrei),
sie dem harten Büro-Alltag noch viele Jahre nach
Produktionseinstellung in so manchem Büro klaglos ihren Dienst verrichten.
(Ich
besitze mindestens zwei besprochene attaché Kassetten, deren Aufnahmen sich
zweifelsfrei Mitte der 70er Jahre datieren lassen)
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